
Mikroaggressionen – Die subtile Form der Diskriminierung
Ramy Azrak, Leiter der Dr. Moroni Stiftung, hat ein Buch zum Thema „Mikroaggressionen – Die subtile Form der Diskriminierung“ geschrieben. Mikroaggressionen sind häufig unbewusste Handlungen oder Bemerkungen, die für Betroffene abwertend oder ausgrenzend wirken können. Sie zeigen sich im Alltag etwa durch stereotype Zuschreibungen, vermeintliche Komplimente oder wiederkehrende Grenzüberschreitungen. Gerade weil sie subtil sind, bleiben sie oft unbeachtet, entfalten jedoch eine nachhaltige und belastende Wirkung.
In seinem Buch schildert Azrak die Herausforderungen seiner Kindheit und Jugend im Bonner Stadtteil Tannenbusch. Er beschreibt, wie er Rassismus erlebt hat und wie er daraus eine starke persönliche Resilienz entwickeln konnte. Anhand von 56 Illustrationen skizziert Ramy Azrak Praxisbeispiele, die zeigen, wie strukturell benachteiligte Menschen Alltagsdiskriminierung erleben.
Mit seinem Buch möchte Ramy Azrak Betroffene empowern und zugleich Interessierte dafür sensibilisieren, diversitätsbewusster zu kommunizieren und zu handeln. Die Motivation für das Buch entstand aus der Beobachtung, dass der Begriff der Mikroaggression in Deutschland noch vergleichsweise unbekannt ist und die Wirkmechanismen subtiler Diskriminierung häufig unterschätzt werden. Mikroaggressionen tragen dazu bei, strukturelle Diskriminierung aufrechtzuerhalten, indem sie bestehende Machtverhältnisse normalisieren, Ausschlüsse reproduzieren und institutionelle Ungleichheiten im Bildungs-, Arbeits- und Gesellschaftssystem verstärken.
📖 Lesung mit Ramy Azrak
Am 09.03. um 19:30 Uhr liest Ramy Azrak in der Buchhandlung am Paulusplatz in Alt-Tannenbusch aus seinem Buch.
An diesem Tag werden wir den Erlös der verkauften Bücher für die Leseförderung bildungsbenachteiligter Jugendlicher einsetzen.
Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: https://unserebuchhandlung.de/

