Komm zu BasKIDball!

Ach ja…Wie schön war’s damals beim Sommercamp auf Fehmarn!!! Das BasKIDball-Sommercamp 2020 wäre dieses Jahr vom 25. Juli bis 02. August in Bamberg gewesen, fällt aber wegen Covid-19 leider ins Wasser  Unsere Bonner „BasKids“ werden also in diesem Sommer auf den Bonner Freiplätzen Basketball spielen.

Wir sind aber sehr optimistisch, dass wir direkt nach den Sommerferien wieder gewöhnt zu unseren Spielzeiten montags und mittwochs von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr in der Dreifachhalle des Schulzentrums Tannenbusch Basketball spielen können!

Ach, du kennst BasKIDball noch nicht??? Dann hast du echt was verpasst! Zwei Mal wöchentlich kannst du mit vielen coolen BasKIDs im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, unter Anleitung unseren Coaches Alexandra und Hichäm, unverbindlich vorbeikommen und mitspielen. Bei BasKIDball ist JEDE(R) herzlich willkommen! Egal welches Spiellevel, es geht um Spaß und das Miteinander und BasKIDball ist kostenlos! Und wie du schon oben gelesen hast, wir treffen uns jeden Sommer und auch in den Osterferien mit BasKIDs der anderen 17 deutschlandweiten Standorte und zocken bis die Füße wund sind. Und ganz nebenbei: Da sind schon richtig fette Freundschaften entstanden!

Alle Infos zu BasKIDball findest Du auf unserer Homepage www.baskidball.de oder bei uns auf der Seite https://dr-moroni-stiftung.de/erfolgsgeschichte-baskidball-in-bonn/

 

Also, genieß´die Ferien und #bleibgesund!

#basKIDball #wasfüreinjahr #2020ganzanders #lifewithoutbaseballsucks #togetherwearestronger #2021wiederdabei

Für Sama – unsere Filmempfehlung!

Aleppo ist meine zweite Heimat. Im Juni 2010, vor genau zehn Jahren, hatte ich, so wie fast jedes Jahr, einen wunderbaren und unvergesslichen Sommer. Alle waren im WM-Fieber, die Cafés waren voll und an allen Balkons hingen Flaggen von Brasilien, Argentinien, Spanien, Deutschland, Holland und anderer WM-Nationen. Immer wenn Deutschland gewann haben wir einen Auto Corso gestartet und die Nacht zum Tag gemacht. Am Ende scheiterten wir im Halbfinale gegen Spanien, aber das habe ich sportlich genommen.

Foto: Der Sommer 2010 in Syrien

Tagsüber war ich mit meinen Cousins im Schwimmbad oder bei der Familie, abends in den Souks shoppen und danach in der Altstadt. Meistens waren wir danach noch in meinem Lieblings-Cafe mit Blick auf die weltberühmte Zitadelle, wo wir Bag Gammon oder Karten spielten. Es war einfach ein fantastischer Sommer. So wie jedes Jahr fiel mir der Abschied sehr schwer, die letzte Fahrt durch Aleppo zum Flughafen. Da fließen immer ein paar Tränen. Aber ich war mir sicher, dass wir uns im Sommer 2011 alle wiedersehen.

Einige Familienmitglieder habe ich danach wiedergesehen, in Schweden, Holland und auch in Deutschland, nach ihrer filmreifen Flucht mit Hilfe von Schleusern. Alle haben eins gemeinsam. Sie haben ein neues Leben beginnen müssen, alles hinter sich gelassen und mussten wieder von vorne anfangen. Ein Leben, das sie sich so nicht gewünscht haben, aber eben ein Leben in Frieden und mit Würde. Einige meiner Familienmitglieder leben immer noch in Aleppo. Sie sind dort verwurzelt und sie nehmen den Tod in Kauf. Wenn Allah es so will, dann ist es ihr Schicksal.

Das ist meine Erinnerung an meinen letzten Sommer. Es waren so viele wunderbare Sommer. Als ich ein Kind war spielten wir auf der Straße Fußball. Immer wenn ein Auto kam, sprangen wir kurz zur Seite. In Bonn hatten wir Sportplätze, das gab es da nicht. Wir waren richtige Straßenfußballer! Es war ein so unbeschwertes und friedvolles Leben.

 

Am kommenden Dienstag läuft im WOKI um 20.30 Uhr im Rahmen der Amnesty International Film Reihe ‚Für Sama‘ ‚. Beim Anschauen des Trailers flossen mir die Tränen. Es sind die Erinnerungen an das schöne Aleppo, die in meinem Kopf verankert sind. Aber die Bilder in der Dokumention zeigen das Leben in Aleppo während des schrecklichen Krieges.

Ich würde mich freuen, viele Menschen zu inspirieren, sich den Film am Dienstag anzuschauen. Ich werde mir den Film auch mit Syrerinnen und Syrern aus unseren Projekten anschauen. Hier der Trailer: https://youtu.be/S9eDwD9xwvw

 

Es gibt noch Tickets!

https://www.woki.de/detail/82999/F%C3%BCr+Sama+%28For+Sama%29+

Wer am Dienstag keine Zeit hat, aber durch den Trailer gepackt wurde, kann sich den Film auch auf youtube anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=XZfKULIPaqw&t=424s

Ihr Ramy Azrak

Leiter der Dr. Moroni Stiftung

Vier Jahre Dr. Moroni Stiftung – ein Resümee

Vier Jahre Dr. Moroni Stiftung – ein Resümee

Im Juli 2016 gründete Dr. Dr. Manuel Marcello Moroni die Dr. Moroni Stiftung für Integration und Bildung. Die tägliche Nähe zu den Patienten durch das Medizinische Versorgungszentrum Dr. Moroni und Kollegen im Sozialraum Tannenbusch hat uns die multiplen Bedürfnisse und sozialen Defizite der Menschen offengelegt. Durch die Gründung der Stiftung wollte Dr. Dr. Moroni seinen Beitrag zur sozialen Verantwortung leisten und insbesondere bildungsbenachteiligten Jugendlichen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, um ihre Zukunftschancen zu verbessern.

Die Strategie der Stiftung wurde in einem Workshop mit dem Paidaia e.V. entwickelt. Der Kern der festgelegten Strategie ist es, dass die Dr. Moroni Stiftung eine Institution für „Möglichkeiten und Potentiale“ ist. In der Arbeit mit den jungen Menschen steht vor allem Empowerment im Vordergrund. Sie sollen dabei zu Eigenverantwortung befähigt werden und eigene Gestaltungsspielräume entwickeln, um ihre Potenziale besser zu entfalten. Seit vier Jahren werden sie durch unser pädagogisches Konzept, basierend auf Sport- und Bildungsangeboten, auf ihrem Weg begleitet. Wir haben in den letzten Jahren viele junge Menschen befähigt, ihre eigenen Ressourcen optimal einzubringen, um sich in ihrer Persönlichkeit weiterzuentwickeln und im Leben selbst zu verwirklichen.

In der konkreten Umsetzung haben wir unsere Projekte sowohl auf Kinder und Jugendliche, als auch junge Menschen mit Fluchtgeschichte aus Bonn ausgerichtet.

Zielgruppe „Neu-Bonner*innen“

Insbesondere in der Gründungszeit haben sich sehr viele Projekte mit neu angekommenen Menschen vor allem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak ergeben. Unser regelmäßiger Austausch im Cafe war ein Anker für viele „Neuangekommene“, für die Bonn ihre neue Heimat wurde. Es ergaben sich sehr viele Fragen zum Leben in Deutschland. Vier junge Syrer, die sich sehr schnell eingelebt, die Sprache erlernt haben und sehr schnell auch mental angekommen sind, haben das Projekt „Auf Augenhöhe“ von Geflüchteten für Geflüchtete gegründet und im Dr. Moroni Bildungszentrum durchgeführt. Hierbei konnten viele Probleme bei der Suche nach einer Ausbildung, einer neuen Wohnung, Vermittlung eines Sprachkurses und vielen mehr, direkt mit der Expertise aus der Peer-Group individuell geholfen werden. Bis heute arbeiten wir regelmäßig mit den „Neu-Bonner*innen“, die mittlerweile ihre Heimat in Deutschland haben. Einige aus der Gruppe, wie beispielsweise Khaled und Zuhra führen mittlerweile in unserem Bildungszentrum eigene Projekte mit Kindern durch. Auch in Zukunft werden wir gemeinsam in unserem Bildungszentrum kochen, Ausflüge unternehmen und an politischen Bildungsreisen nach Berlin teilnehmen.

Zielgruppe Jugendliche

Unsere zweite große Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche, insbesondere aus unserem Stadtteil Tannenbusch, die wir im Nachmittagsbereich intensiv betreuen. In unserem Bildungszentrum findet in Kooperation mit der Diakonie eine betreute Hausaufgabenhilfe statt. Für uns ist dieses feste Programm eine Herzensangelegenheit, damit unsere Kids gute Noten schreiben und die Grundlage für ihre Zukunft ebnen. Aber auch Kunst, Empowering für junge Mädchen und Schach stehen im Nachmittagsbereich fest auf dem Programm. Weitere Projekte finden zeitlich befristet statt und ändern sich je nach Finanzierung. Aber auch außerhalb unserer Räumlichkeiten spielen wir regelmäßig in der Sporthalle „BasKIDball“. Hierbei werden unsere Kids durch Alex und Hichäm pädagogisch betreut. Im „Open Gym“ Format können sich junge Menschen frei entfalten, ausprobieren und mit ihren Problemen zu unseren Sportpädagogen kommen. Der Höhepunkt von „BasKIDball“ sind die zwei jährlich stattfindenden Netzwerkfahrten, bei denen die anderen 17 „BasKIDball Standorte“ zusammenkommen. Einige unserer Kids haben den Übungsleiter Helferschein erlangt und Moddar haben wir bei der Bewerbung für ein USA Stipendium unterstützt. Ab Januar 2021 wird er uns in seinem Reiseblog mitfiebern lassen.

Netzwerk und Partner

Vom ersten Tag an war es für uns elementar wichtig ein starkes Netzwerk zu gründen. Denn nur mit tollen Kooperationspartnern im Verbund können wir eine große Wirkung im Sinne unserer Zielgruppen erzielen, deshalb ist Teamplay für uns extrem wichtig! Mit Felix Klemme (Lifecoach), Katja Dörner (Mitglied des Bundestags) und Kevin Yebo (Basketballprofi) haben wir drei prominente Gesichter, die unsere Stiftung unterstützen und sich sozial engagieren.

Highlights

Neben der täglichen Kernarbeit haben wir in unserer Arbeit natürlich auch sehr spannende Momente erleben dürfen. Im Januar 2017 durften wir nach dem Auftakt von „BasKIDball“ in der Bonner Lokalzeit unser Projekt vorstellen. Im Herbst 2019 waren der Comedian Abdelkarim und der Unternehmer Frank Thelen Gäste in unserer Stiftung, im Rahmen der TV Produktion „Endlich Klartext“ für den Sender RTL II.

Trotzdem waren natürlich insbesondere zwei Ereignisse für unsere Stiftung absolute Highlights. Die Einladung in Schloss Belvue am 23.05.2019 zum 70. Jahrestag der Bundesrepublik Deutschland durch Frank Walter Steinmeier und Angela Merkel war eine große Ehre für unsere Arbeit. Genauso sehr haben wir uns auch über die Auszeichnung von Dr. Dr. Moroni mit der „Goldenen Tanne“ für besonderes Engagement im Stadtteil Tannenbusch im Dezember 2019 gefreut. Diese Momente bedeuten uns viel und motivieren uns noch mehr Energie für soziale Gerechtigkeit zu investieren.

Ausblick

Wir haben in den letzten vier Jahren sehr viel im Rahmen unserer Möglichkeiten bewegen können. Die „Corona Krise“ hat die soziale, außerschulische Arbeit Mitte März von einer auf die andere Sekunde einfrieren lassen. Nach zwei Monaten „Lockdown“ geht es seit Juni langsam wieder weiter in Richtung Normalität. Und deshalb haben wir auch wieder großes vor! 2021 planen wir nach dem erfolgreichen BasKIDball Netzwerktreffen im Frühjahr 2018 mit 91 Kindern und Betreuern das Sommercamp in Bonn mit mehr als 140 Kindern und Betreuern über neun Tage durchzuführen. Auch unsere tolle Kooperation mit der Alice Salomon Hochschule und ProDialog Köln möchten wir 2021 mit einem zweiten Kurs für Professionals fortführen. Diesen Sommer haben 16 Teilnehmer ihre Jahresfortbildung „Trainer für Diversität und Interkulturalität“ erfolgreich bestanden. Unsere Dauerprogramme „BasKIDball“, Hausaufgabenbetreung und unser Refugee Cafe werden nach den Sommerferien wieder starten. Und auch die nächste politische Bildungsfahrt wird voraussichtlich im November dieses Jahres stattfinden, an der wir zum 8. Mal junge Menschen mitnehmen dürfen.

Wir haben die letzten Monate Schwung geholt und freuen uns erfolgreich in das fünfte Jahr unserer Stiftungsarbeit zu starten.

Ihr Ramy Azrak

Leiter der Dr. Moroni Stiftung

#BlacklivesMatter

Ein Kommentar von Saloua Mohammed (M.A.) zur aktuellen antirassistischen #Blacklivesmatter-Debatte. Die Sozialarbeiterin/-pädagogin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Hochschule in Köln und forscht in den Bereichen Migration, Flucht, Gender und Ideologien der Ungleichwertigkeit. Sie promoviert momentan zum Thema rechtsextremistische Einflüsse auf die Soziale Arbeit. Zudem ist sie als Migrationsberaterin im Bereich der Migrationsberatung für Erwachsene beim Caritasverband für die Stadt Bonn tätig.  Die Sozialarbeiterin/-pädagogin berät Institutionen, soziale Organisationen sowie Adressat*innen zu den Bereichen Diversity, rassismuskritische Soziale Arbeit, sowie zum kritisch-reflexiven Umgang mit Hinwendungsprozessen zu menschenfeindlichen und extremistischen Strömungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Der Tod von George Floyd, einem schwarz-amerikanischen Staatsbürger aus Minneapolis, hat nicht nur das Leben seiner Familie und Freund*innen tiefgreifend und für immer verändert. Sein Tod brachte eine enorm große Trauer, Wut und Kraft (wieder) an die Oberfläche, die momentan wie eine Lawine über die amerikanische Nation- und darüber hinaus- rollt. Floyd verlor sein Leben, während mehr als nur ein Polizist auf ihm knieten, obwohl er bereits in Handschellen auf dem Boden lag. Noch vor seinem Tod flehte er:“ Ich kann nicht atmen!“. Doch darauf gab es keinerlei Reaktion, da von ihm als Schwarzer eine Gefahr ausgehen könnte, so dass nach mehr als acht qualvollen Minuten Floyd regungslos auf dem Boden lag und schließlich im Krankenhaus aufgrund dieser Gewalteinwirkung verstarb. Er starb durch den unverhältnismäßigen Einsatz von körperlicher Gewalt durch Polizisten, die angewandt wurde, weil von ihm als Schwarzer nach Einschätzungen der Polizisten eine Gefahr ausging. Genauso dramatisch, wie sein Tod, ist die Tatsache, dass es sich um keinen Einzelfall handelt, und auch Schwarze Frauen in den USA immer wieder Opfer dieser „vermeintlichen Denklogik“ werden. Auch traurige Realität: Das Risiko durch Polizist*innen Gewalt zu erfahren oder sogar durch diese zu sterben, ist bei Schwarzen in den USA um ein vielfaches höher, als es der Fall bei weißen Menschen ist. Man kann jetzt sagen, dass es sich doch um ein „typisch“ amerikanisches Problem handelt, da es bis heute eine Art „weiß gegen schwarz“ geben würde. Oder die lapidare Begründung gelten lassen, dass Polizist*innen eine viel zu kurze Ausbildung durchlaufen. Doch eine aufrichtige und faktenbasierte Auseinandersetzung zeigt, worum es im Kern geht: Rassismus! Sobald dieser Begriff fällt, entsteht auf der „weißen Seite“ oft eine Abwehr- und Verteidigungshaltung. Machen sogar beispielsweise BIPoC´s* Gebrauch von dem Begriff Rassismus, um Diskriminierungs- und Ausschlusserfahrungen zu beschreiben und zu skandalisieren, ist die Empörung nicht selten groß. Schwarz und Weiß sind hierbei zwei politisch und sozial konstruierte Begriffe, die Asymmetrien in Macht- und Herrschaftsverhältnisse, sowie der Zugang zu Privilegien verdeutlichen sollen. Sie haben nicht die Aufgabe, Gräben noch größer zu machen oder gar ein „Wir“ und die bedrohlichen „Anderen“ zu befördern. Diese Begriffe sollen aufzeigen, wie Rassismus, der nun einmal auch in Deutschland auf eine lange Tradition zurückblickt, Lebensrealitäten von Menschen gravierend und nachhaltig negativ beeinflussen kann.  Diskriminierungs- und/oder Gewalterfahrungen, sowie Ausschluss aus gesellschaftlicher, politischer oder sozialer Partizipation aufgrund zugeschriebenen „Andersartigkeit“- ja eines ungewollten Fremdseins in der eigenen Gesellschaft, sind Resultat eben dieses Phänomens.

Es ist an der Zeit darüber zu reden, nicht ob es Rassismus gibt, sondern endlich anzuerkennen, dass es Rassismus durch alle gesellschaftlichen Ebenen und Institutionen hindurch schon immer gab und dieser enorm große Schäden im Leben der von Rassismuserfahrungen geprägten Subjekten hinterlässt. Lange Zeit mussten sich Menschen denen subtiler oder offenkundiger Rassismus wiederfuhr dem Vorwurf aussetzen, dass es vielleicht ihre Schuld gewesen sei oder sie sich dies alles nur einbilden würden nach dem Motto „Das war doch gar nicht so gemeint. Wozu die Übertreibung!“ oder „Das ist bestimmt nur deine Wahrnehmung, weil du so empfindlich bist.“ Es werden nicht nur rassistische Übergriffe getätigt. Nein: Es soll sogar auf das, was die betroffene Person fühlt Kontrolle ausgeübt werden. Schließlich bestimmt die andere Seite, was verletzt und was nicht. So auch in Amerika. Wenn Schwarze auf die Straßen gehen und „Genug!“ rufen, stellt sich die Frage, welches Recht sich Menschen, die nicht von sozialer Ungleichheit, politischer und sozialer Exklusion, sowie rassistischen Übergriffen aufgrund der Hautfarbe, nehmen um zu beurteilen, dass die Reaktionen viel zu überspitzt seien. Ja, es sogar einer #Alllivesmatter-Begwegung bedarf, da alles andere falsch sei. Mit Verlaub: Natürlich sind alle Menschenleben kostbar. Doch man sollte präzise argumentieren. Wenn Schwarze aufgrund ihrer Hautfarbe rassistischen Übergriffen ausgeliefert sind, dann ist der Kontext der #Blacklivesmatter-Bewegung und somit der Fokus auf Schwarze gerechtfertigt. Denn ihnen widerfährt Rassismus aufgrund ihrer Hautfarbe. Und das muss skandalisiert werden, anstatt bei der Verbreitung von Beschwichtigungen und Verwässerungen von Rassismusdebatten beizutragen.

Vieles läuft seit einiger Zeit in eine kontraproduktive Richtung. Beispielsweise wundern sich noch viele Menschen in Deutschland, wo denn bloß dieser „Rechtsruck“ auf einmal herkomme, da wir doch- obwohl das absolute Gegenteil empirisch bewiesen wurde- so eine große demokratische Mitte haben. All diese Entwicklungen stehen in einem Zusammenhang miteinander, der kritisch reflektiert und endlich Stellung bezogen werden muss, wenn wir weiterhin an einer soliden, menschenrechtszentrierten und unteilbaren gesellschaftlichen Kohäsion interessiert sind.

Wir müssen endlich annehmen, dass Rassismus erlernt wird und somit schon immer Teil unserer Sozialisation war. Die gute Nachricht ist aber, dass Rassismus ebenso durch kritische Reflexion „verlernt“ werden kann. Es ist Zeit aus der eigenen imaginären Blase aus-und in die Lebenswirklichkeit einzutreten. Es ist Zeit aufmerksamer zu werden, soziale und politische Missstände zu realisieren, soziale Ungleichheit zu skandalisieren und couragierter für die Einhaltung und Wahrung von Menschenrechten aller Menschen einzutreten.

 

*BIPoC: Black, Indigenous and People of Color

„Wenn ich Jugendliche coache, zeige ich ihnen immer das Eisbergmodell.“

Der Bonner Blogger Lennart befasst sich mit der Frage, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt in unserem Land gestärkt werden kann. Mit seinem Blog möchte er Ideen und Antworten präsentieren und zur Debatte stellen. Lennart ist davon überzeugt, dass wir uns vermehrt damit befassen müssen, wie wir in Zukunft als Gesellschaft miteinander zusammenleben wollen. Lennart erfuhr vom Engagement der Dr. Moroni Stiftung und wollte von unserem Stiftungsleiter wissen, wie es um unseren Stadtteil Tannenbusch steht, was das Erfolgsrezept in der Jugendarbeit ist, wie Geflüchtete besser teilhaben können und welche Folgen der Shutdown auf die soziale Arbeit hat.

http://v-r-1.de/nicht-chillen-ist-der-erfolg-sondern-wenn-du-etwas-bewegst-interview-mit-ramy/?fbclid=IwAR2PhXCSq93_uZc7xdZw-SAfBP80IAzHYf6R1SnlZIue_J_T0DATlrw_YiE

Vorsicht vor Betrügern!

Vorsicht vor Betrügern!

In diesen schwierigen Zeiten gibt es leider auch Betrügereien und Fehl-Informationen. Die Menschen brauchen gerade jetzt Unterstützung.

Viele Menschen aus unserem Quartier sind verunsichert, da die Anlaufstellen nicht mehr wie gewohnt öffnen. Die Hemmschwelle sich per Telefon oder E-Mail zu melden ist groß. Der Verbraucherschutz Bonn ist für Sie für dringende Probleme oder Anfragen auch in dieser Form erreichbar.

Für eine Beratung melden Sie sich bitte unter bonn@verbraucherzentrale.nrw oder 0228 – 886838-01 

Unter https://www.verbraucherzentrale.nrw/corona-covid19-die-folgen-und-ihre-rechte-45509 gibt es weitere Informationen.

Eine extra eingerichtete Hotline für Verbraucheranfragen bezüglich der Corona-Pandemie: 0211-33995845

Corona: Notfallnummern der Stadt Bonn

Notfallnummern der Stadt Bonn

Sollten Sie Informationen oder Unterstützung benötigen, können Sie die folgenden Notfallnummern kontaktieren:

 

  • Bürgertelefon Coronavirus der Stadt Bonn

Für Fragen rund um das Coronavirus

Tel. 0228 71 75

Täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr

 

  • Telefonseelsorge Bonn Rhein Sieg

Gesprächsangebot bei Sorgen und Ängsten per Telefon, Chat oder E-Mail

Tel. 0800 11 10 111 und 0800 11 10 222

Täglich rund um die Uhr

Online Beratung: www.online.telefonseelsorge.de

 

  • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Für Frauen aller Nationalitäten, die Gewalt erleben

Tel. 08000 11 60 16

Täglich rund um die Uhr

 

  • Kinder- und Jugendtelefon

Für Kinder und Jugendliche, die Unterstützung mit Ihren Problemen benötigen

Tel. 0800 11 10 333

Mo bis Sa von 14.00 bis 20.00 Uhr

 

  • Suchtnotruf Essen

Für Suchtabhängige, deren Angehörige, Freunde und Bekannte

Tel. 0201 40 38 40

Täglich rund um die Uhr

Corona und ihre Auswirkungen auf die soziale Arbeit

Die derzeitige Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung stellen eine außergewöhnliche Situation für alle Menschen dar. Letzte Woche Freitag wurde vom Land NRW die Entscheidung getroffen, bis auf Weiteres die Schulen bis zu den Osterferien zu schließen. Diese Woche gab es weitere zwingende umfangreiche Schließungen von Einzelhändlern, Kinos, Theater, Cafes, Friseursalons, usw., die unsere Freiheit scheinbar ad hoc auf ein Minimum reduziert hat. Heute Abend hat unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel weitere Maßnahmen verkündet, die ab sofort ein umfangreiches Kontaktverbot für alle Menschen in unserem Land bedeutet. Die damit verbundene Askese jedes Einzelnen ist dringend notwendig, damit wir Zeit gewinnen im Kampf gegen das Corona Virus, um insbesondere unsere Risikogruppen, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen besonders zu schützen. Alle bisher getroffenen Maßnahmen dienen unserer Gesundheit, haben aber im Umkehrschluss auch leider Auswirkungen auf unsere Wirtschaft. Existenzen von Klein- und mittelständigen Unternehmen sind gefährdet, der DAX fährt schon jetzt das größte Tief seit dem 11. September 2001 und der Staat schnürt Milliardenpakete zur Rettung von Existenzen.

Auch die soziale Arbeit steht still. Von einer auf die andere Sekunde wurden alle Veranstaltungen abgesagt. Corona hat eine direkte Auswirkung auf das Leben der Fachkräfte und ihrer Familien ebenso wie auf das Leben unserer Zielgruppen in der Jugendarbeit. Auch in der Dr. Moroni Stiftung wurden alle Programmpunkte von einer Sekunde auf die andere bis aufs Weitere ausgesetzt. Unser täglich stattfindende Hausaufgabenhilfe, die regelmäßigen Gruppentreffen, die kostenlose Beratung durch den Verbraucherschutz, neue Bildungsangebote in unserer Stiftung, die „offene Sporthalle“ BasKIDball und Mitternachtssport, die Bildungsreise nach Berlin, das Rad steht still! Auch jegliche Meetings und Veranstaltungen der Stadt Bonn und anderer sozialen Einrichtungen, ausgenommen die Arbeit in stationäre Einrichtungen, wurden vorerst auf Eis gelegt. Kein Mensch kann zum jetzigen Zeitpunkt seriöse Aussagen treffen, wann und wie es weiter gehen wird.

Eins ist klar: Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, gerade auch die Ansteckungsgefahr für besonders gefährdete Personengruppen so umfänglich wie möglich auszuschließen, deshalb ist diese Entscheidung im Wohle aller getroffen worden! Der Stillstand ist aber auch eine Chance für unsere Gesellschaft, die immer nach dem noch höheren, schnelleren und weiteren strebt und die Schutz- und Hilfebedürftigen abhängt. Wir müssen jetzt als Gesellschaft näher zusammenrücken und achtsamer werden und uns gegenseitig unterstützen.

Stay at home, halten Sie Abstand und bleiben Sie gesund!

Ihre Dr. Moroni Stiftung

Sie erreichen uns weiterhin unter ra@dr-moroni.de

Frank Thelen zu Gast bei der Dr. Moroni Stiftung

Videobeitrag bei „Endlich Klartext“ online auf tvnow.de

Die Dr. Moroni Stiftung ist in einem Videobeitrag von RTLZWEI online auf tvnow.de hier zu sehen:
BEI RTL NOW ABRUFEN

Im Rahmen der Online-Sendung „Endlich Klartext“ wird die Stiftung vorgestellt.
Als Institution für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche hat sich die Dr. Moroni Stiftung in Bonn-Tannenbusch schon längst etabliert und hofft nun darauf, die Arbeit auch über die Stadtgrenzen hinaus publik machen zu können.

„Jeder kann Erfolg haben, wenn du die Extrameile gehst“, ist sich der Bonner Unternehmer Frank Thelen sicher, „du musst es nur wollen und die Disziplin aufbringen.“

Ist es wirklich so einfach? Ramy Azrak, Leiter der Dr. Moroni Stiftung, ist da anderer Meinung. Aus seiner Sicht wird der schulische und berufliche Werdegang eines Menschen von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. „Die Eltern und das Umfeld spielen natürlich eine sehr große Rolle, aber vielleicht auch ein Lehrer, der ein Talent gefördert hat.“ Bei der Sendung „Endlich Klartext“ entführt der Comedian Abdelkarim den aus dem TV-Format „Die Höhle des Löwen“ prominenten Unternehmer Frank Thelen und konfrontiert ihn mit sozial benachteiligten Jugendlichen aus dem Bonner Stadtteil Tannenbusch einschließlich der Frage „Haben wir alle die gleichen Chancen im Leben?“ Unterstützt werden die Jugendlichen von Ramy Azrak, der selbst in Tannenbusch aufgewachsen ist und die Probleme der Menschen vor Ort kennt.

 

Mathe macht Spaß!

Gemeinsam mit dem Rotaract Club Bonn haben wir überlegt, wie wir das Schulfach Mathematik für Kids der 1. bis 7. Klasse spannend und interaktiv gestalten können. Dabei entstand die Idee der Mathe-Rallye, entwickelt durch Yannik Breitkreuz und 15 engagierte Student*innen. Insgesamt 42 Kids hatten am Samstagvormittag großen Spaß bei den verschiedenen Aufgaben, bei denen sie nicht nur rechnen, sondern auch schätzen, wiegen und messen mussten. Am Ende der Rallye verdienten sich die Kids, nachdem die Kids mit den richtigen Lösungen an den verschiedenen Stationen die Zahlenkombination an der Schatztruhe herausgefunden haben, einen 10-Euro-Gutschein für ein Buch ihrer Wahl, gesponsert durch den Rotary Club Bonn. Der Höhepunkt am Samstagnachmittag war für viele Kids aber das gemeinsame Rechnen und Lernen mit dem 11-fachen Weltmeister im Kopfrechnen, Gert Mittring. Wirklich faszinierend, das er komplexeste Aufgaben schneller lösen kann, als ein Taschenrechner.

Der General-Anzeiger-Bericht von heute: