Nette Gäste aus Ippendorf

Wir hatten am Freitagabend Besuch von elf sehr sympathischen Ippendorfern, die auf unser Projekt „Zu Gast bei Tannenbuschern“ aufmerksam wurden. Wir laden regelmäßig nette Bonner*innen in die Dr. Moroni Stiftung ein. Wir kochen und essen zusammen und genießen den entspannten Abend, bei dem wir uns näher kennen lernen und Spaß haben. Unseren Gäste aus Ippendorf haben die arabischen Speisen sehr gut geschmeckt und die Gespräche waren sehr spannend und interessant. Der Abend war so schön, das wir für 2020 einen zweiten Teil planen möchten.

Frank Thelen in unserer Stiftung

Er ist nicht nur eines des der bekanntesten Gesichter Bonns, sondern auch global eine Berühmtheit und stand dieses Jahr mit Barack Obama auf der Bühne. Frank Thelen ist durch seinen Fleiß zum erfolgreichen Unternehmer geworden. Thelen ist Geschäftsführer der 2009 als „e42 GmbH“ gegründeten und im Jahr 2017 in „Freigeist Capital GmbH“ umbenannten Risikokapitalgesellschaft. Seit 2014 ist er einer der Investoren in der VOX-Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ in der Startups und junge Unternehmer versuchen, diese Investoren von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Dabei war Thelen schulisch nicht der typische Durchstarter. Mit seinem Realschulabschluss an der Carl-Schurz-Realschule fing Thelens Karriere als Programmierer an und durch harte Arbeit und gute Entscheidungen hat er sich seinen Weg geebnet. Seine Biographie motiviert junge Menschen an sich zu glauben, um Erfolg im Leben zu haben. „Dafür musst Du die Extra-Mile gehen“, sagte Frank Thelen am Mittwoch in der Dr. Moroni Stiftung und ergänzte „Du kannst Party machen. Aber dann musst Du Dir über die Konsequenzen im Klaren sein.“ Warum Frank Thelen am Dienstag für drei Stunden unser Gast war, das dürfen wir erst im Januar verraten. Für unseren Stiftungsleiter Ramy Azrak war die Begegnung auch eine ganz Besondere. „An solchen Persönlichkeiten kann sich jeder orientieren. Der Erfolg ist kein Zufall.“

Kinder- und Jugendsportfest 2019

Alle Jahre wieder ein großer Spaß für unsere Kinder in Tannenbusch. Wieder einmal besuchten mehr als 400 Kids das Tannenbuscher „Kinder- und Jugendsportfest“ am 18. September zwischen 13 und 17 Uhr. Direkt nach Schulschluss wurde der Schulhof gestürmt, um sich an den verschiedenen Stationen auszuprobieren. Der diesjährige Höhepunkt ragte 10 Meter in die Höhe: Die mobile Kletterwand. Aber auch an den anderen Stationen, wie z.B. Minigolf, Basketball und Hüpfburg konnten sich die Kids austoben, ausprobieren, Rätsel lösen und Spaß haben. Die Dr. Moroni Stiftung war auch dieses Jahr zum 4. Mal in Folge wieder mit einem Schachangebot mit dabei. An den fünf Schachbrettern wurde fleißig Gehirnschmalz produziert. Neben der Bewegungserfahrung ist für Kinder auch wichtig, sich konzentriert hinzusetzen und Strategien zu entwickeln.

Das Kinder- und Jugendsportfest finden jährlich im September auf dem Gelände des Schulzentrums statt und ist eine Initiative von:
Amt für Kinder, Jugend und Familie, Christophorusschule, Der Sommerberg (AWO), Deutsch-Somalischer Freundschaftskreis e.V., Dr. Moroni-Stiftung, Evangelische Jugendhilfe Godesheim e.V., Freiherr-vom-Stein-Realschule, Jugendhaus Brücke, OGS und Förderverein der Carl -Schurz-Grundschule, Quartiersmanagement Neu-Tannenbusch, Rheinflanke gGmbH, Stadtsportbund Bonn, Tannenbuch-Gymnasium, update – Fachstelle für Suchtprävention – Caritas/Diakonie, Verbraucherzentrale NRW, Verkehrswacht Bonn e.V.

Simulation Ausbildung 2.0

AUSBILDUNG 2.0 – „Bauberufe Greening“

Technische Ausbildungen haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Heute wird in der Bau-Branche mit Drohnen, Virtual Reality Brillen, 3-D-Druckern, Laserverfahren und anderen Internet gesteuerten Instrumenten gearbeitet. Die Finger bleiben dabei immer sauberer. In Kooperation mit der Bundesgeschäftsstelle des Verbandes für interkulturelle Arbeit (VIA) haben wir am Mittwochabend in der Dr. Moroni Stiftung interessierten Teilnehmern die „Bauberufe Greening“ in Simulationen dargestellt und erklärt.

Das Projekt will junge Menschen – ausdrücklich auch Jugendliche mit Migrationszusatz – für Bauberufe interessieren und auf ökologische Aspekte beim Bau hinzuweisen. Die seit 2015 an verschiedenen Standorten in Deutschland durchgeführte Wanderausstellung endet diesen Monat in Bonn. Am Freitag, den 13.09. haben explizit junge Frauen im Haus „VielimBusch“ in Bonn-Tannenbusch ab 18 Uhr die Möglichkeit an den interaktiven Simulationen teilnehmen und mehr zu den Bauberufen Greening zu erfahren.

Wir bedanken uns recht herzlich bei VIA für die sehr gute Zusammenarbeit und freuen uns, dass unsere neun Teilnehmer einen erlebnisreichen Abend mit vielen neuen Erfahrungen hatten.

Projektstart „Angekommen? Weiterkommen!“ am 26.09.

In einer neuen Heimat gelingt die Eingewöhnung sehr unterschiedlich. Einige lernen die Sprache nach kürzester Zeit und finden sich schnell zurecht. Andere haben mental große Schwierigkeiten sich zu akklimatisieren. Nach nunmehr durchschnittlich drei bis vier Jahren stehen viele mit beiden Beinen in Leben, absolvieren eine Ausbildung, studieren oder arbeiten. Andere wieder rum haben das Gefühl, das ihnen wichtige Kompetenzen fehlen, die ihnen dabei helfen, den nächsten Schritt zu gehen.

Wir haben mit und vor allem für unsere Neu-Bonner*innen das Projekt „Angekommen? Weiterkommen!“ entwickelt, das ihnen dabei helfen soll, nützliche Berufs- und Bildungs-Softskills zu entwickeln.

Am kommenden Donnerstag findet um 19.30 Uhr die Informationsveranstaltung in der Dr. Moroni Stiftung statt. Am 26.09. starten wir mit Modul 1 „Kommunikation“. Anmeldungen nehmen wir bis 25.09. unter ra@dr-moroni.de entgegen.

Muhadjir News über unsere Berlinreise

Muhadjir News; von Yahya al-Aus. Datum 28.08.2019

Berlin: Flüchtlinge als Gäste des Deutschen Bundestags

Auf Einladung einer Abgeordneten der Partei Bündnis 90/Die Grünen besuchten 50 Flüchtlinge aus Bonn den Sitz des deutschen Parlaments in Berlin und lernten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt kennen. Wie haben die Flüchtlinge Berlin erlebt?
„Wir hatten Berlin bereits in den Integrationskursen kennengelernt. Aber die Wirklichkeit ist etwas ganz anderes.“ Mit diesen Worten hat Amani Abu Nasser (35 Jahre) ihren Eindruck von Berlin beschrieben: Die Syrerin ist vor vier Jahren als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Das ist ihr erster Besuch in Berlin.

Der Besuch der Syrerin in Berlin war nicht rein touristischer Natur. Er war Teil einer Informationsreise, die der Deutsche Bundestag durchführt, um die Teilnehmer mit den politischen und kulturellen Gegebenheiten in der Hauptstadt vertraut zu machen. Die Teilnahme der Flüchtlinge an dieser Reise erfolgte auf Einladung der Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Katja Doerner, wie der Reiseleiter, Ramy Azrak, bemerkte. Er sagte auch: „Ich arbeite für eine private Organisation, die den Flüchtlingen hilft, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren: Wir organisieren diese Reisen einmal im Jahr:“

Es ist eine Gelegenheit für jeden, der politisch tätig sein will

„Die Auswahl der Flüchtlinge, die an diesen Reisen teilnehmen, hängt von ihrer Bereitschaft ab, an den Aktivitäten teilzunehmen, die die Organisation anbietet und die ihre Integration fördern sollen“, sagt Ramy zu Muhadjir News.
Ungefähr 50 Flüchtlinge haben an dieser Reise teilgenommen. Sie fand in der vergangenen Woche statt und dauerte drei Tage. Das Besuchsprogramm war sehr dicht geplant. Der Besuch umfasste die Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin einerseits und bot andererseits die Möglichkeit, das politische Geschehen dort kennenzulernen, wie der syrische Flüchtling Djumaa (25 Jahre) sagt. Er fährt fort: „Ich hatte die Möglichkeit, zu erfahren, wie die Regierungsbildung in Deutschland zustande kommt und habe auch das politische Leben aus der Nähe erlebt.“ Djumaa, der Medizin studiert, ist der Meinung, dass der Besuch des Bundestags in Berlin, ihm viele wichtige Informationen geliefert hat, die er als Flüchtling später gut gebrauchen kann, wenn er sich entscheiden sollte, in der Politik oder der Zivilgesellschaft aktiv zu sein.

Die wichtigste Station der Reise

Wahrscheinlich war der Besuch des deutschen Bundestags die wichtigste Station dieser Reise. Dieser Besuch der Flüchtlinge im Parlament beschränkte sich nicht auf die Besichtigung des Gebäudes von außen. Sie durften sogar dieses einzigartige Gebäude betreten, die verschiedenen Sitzungssäle, die Mechanismen der Arbeit und die Debatten, die geführt werden, kennenlernen. Es gab auch die Möglichkeit, Mitglieder des Bundestags zu treffen und kennenzulernen.

Holger Koslowski ist der Verantwortliche, der das Reiseprogramm organisiert hat. Er bekräftigt seinerseits die Bedeutung des Besuchs im Deutschen Bundestag: „Es ist eine Gelegenheit, den Teilnehmern die Arbeitsweise des Parlaments und den Verlauf des demokratischen Prozesses näherzubringen.“ Als er gefragt wird, warum sie das nicht in Bonn machen und ob es in Bonn keine Demokratie gäbe, lacht er mitten auf der Sonnenallee, die die Flüchtlinge abends auf eigenen Wunsch besucht haben, um den arabischen Markt dort zu besichtigen: „Sicher haben wir Demokratie in Bonn. Aber Berlin ist das Zentrum des politischen Entscheidungsprozesses.“

Abbas, 25 Jahre alt, ist ein Flüchtling aus dem Irak. Er hat auch an der Reise teilgenommen. In seinem Land hat er politische Wissenschaften studiert. Er sagt: „Die Teilnahme an der Reise hat mich in dem Willen bestärkt, die Gepflogenheiten der Politik in Deutschland kennenzulernen. Ich bin sehr glücklich, dass ich an dieser Reise teilnehmen konnte. Es ist schwierig für uns als Flüchtlinge, Berlin zu besuchen, weil es sehr teuer ist.“
Eine Möglichkeit für die politischen Parteien, für sich zu werben. Natürlich begnügen sich die politischen Parteien nicht nur damit, diejenigen, die sie einladen, mit dem politischen System in Deutschland bekanntzumachen. Sie versuchen auch, für sich, ihre Ideen und ihre politischen Programme zu werben. Das wurde ganz deutlich in den Debatten, in denen es um die politischen Anliegen der Partei der Grünen und um ihre Prinzipien, ging, die sich um Umweltschutz, Familie, Bildung und die Rechte von Flüchtlingen drehen.

Das deutsche Parlament organisiert jährlich ca. 2100 Besuche im Bundestag. Ihr Ziel ist, die Transparenz des politischen Prozesses im Parlament zu verdeutlichen: Jeder Bundestagsabgeordnete hat das Recht, drei Besuchergruppen pro Jahr nach Berlin einzuladen, damit sie aus der Nähe das Zentrum des parlamentarischen Lebens in der Hauptstadt kennenlernen.

Auslandsstipendium für die USA

Am 28.08. fand in Kooperation mit der Dr. Moroni Stiftung und Experimente ein Informationsabend zum USA-Stipendium in Patenschaft mit dem Deutschen Bundestag und dem US Congress statt!

Mit erfolgreicher Unterstützung der Abgeordneten Katja Dörner (Grünen) und Alexander Graf Lambsdorff (FDP), die für das Projekt die Schirmherrschaft haben und einen Stipendiaten in der letzten Bewerbungsrund aussuchen, konnten in den letzten Jahren einige junge Menschen ein Jahr in die USA. Die beiden Stipendiatinnen Maya und Mar berichteten umfangreich und voller Freude über das Stipendienprogramm in den USA. Die mehr als 60 interessierten Eltern und Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren konnten im Anschluss Fragen stellen und haben jetzt die Möglichkeit sich bis zum 11. September unter www.bundestag.de/ppp zu bewerben. Wir drücken die Daumen!

„Basketball gab mir die Chance, mich als Mensch zu ändern!“

Seit fast drei Jahren haben wir in Bonn – einer von insgesamt 18 Standorten – das deutschlandweite Netzwerkprogramm „BasKIDball“, eine Gemeinschaftsinitiative von iSo – Innovative Sozialarbeit und der ING, unter der Schirmherrschaft von Dirk Nowitzki. In Bonn wird das Projekt von der Dr. Moroni Stiftung vor Ort durchgeführt und von den Telekom Baskets Bonn und dem Tannenbusch Gymnasium unterstützt.
Zwei Mal pro Woche spielen Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren mit großem Spaß und pädagogischer Betreuung Basketball. Einer, der von der ersten Stunde mit dabei ist: Alan Ali (16), aufgewachsen in Bonn-Tannenbusch. Er schildert in seinem Bericht, was BasKIDball für ihn bedeutet. Es lohnt sich diesen aus unserer Sicht tollen Erlebnisbericht zu lesen. Viel Spaß wünschen wir und die „woooow-Reaktion“ ist garantiert!

Es begann alles vor zwei Jahren an einem stinknormalen, üblichen, langweiligen Schultag. Ich war damals 14. Auf dem Pausenhof sah ich an den Eingangstüren unserer Schule die coolen Plakate der Dr. Moroni Stiftung mit der Werbung für das „BasKIDball“-Projekt in Zusammenarbeit mit Dirk Nowitzki. Das Projekt war neu und sollte morgen starten. Ich war direkt gepackt und hatte Lust da hin zu gehen. Ich rief meine Freunde zusammen und zeigte ihnen den Flyer. Ich fragte sie, ob sie Lust hätten, morgen nach der Schule dort hinzugehen. Sofort stimmten alle zu und waren voller Vorfreude. Am nächsten Tag haben wir im Unterricht nur an den Nachmittag gedacht. Meine Freunde und ich waren voll motiviert und zugleich aufgeregt. Als die Schule aus war gingen wir nach Hause, um zu essen und Sportsachen zu holen. Wir haben uns um kurz nach 16.30 Uhr vor der Sporthalle getroffen. Als wir rein gingen waren viele schon am Spielen. Einige warfen Korbleger oder redeten mit anderen Leuten. Dann trommelte Ramy, der Standortleiter des Projektes in Bonn, alle Jugendlichen zusammen. Wir waren echt sehr gespannt, was uns erwarten wird. Er war sehr nett und erzählte uns etwas über das Projekt und die Philosophie von „BasKIDball“. Das war interessant. Dann aber ging es endlich los. Faruk leitete die erste Trainingseinheit. Er stellte sich als unser neuer Trainer vor. Wir waren fast 30 Jugendliche. An diesem Tag waren sogar zwei Profis von den Telekom Baskets Bonn am Start, weil das Projekt neu war.

Zu dieser Zeit war Basketball grundsätzlich neu für mich, weil ich vorher Fußball spielte und nur durch YouTube und Instagram den Sport kannte. Das allererste Mal Basketballspielen war für mich persönlich also sehr schwer und ich kam anfangs nicht wirklich damit zurecht. Aber die anderen Spieler fanden es nicht schlimm, dass ich ein Neuling war und sie zeigten Verständnis und Fairness und unterstützten mich. Aber auch schon in der ersten Trainingseinheit haben wir coole Spiele gezockt und durften uns ausprobieren. Es war für uns schnell klar, dass wir auf jeden Fall wiederkommen werden und so war es auch. Die beiden Termine waren eigentlich der Höhepunkt der Woche für uns!

Nach einigen Monaten verlies uns leider unser erster Trainer Faruk. Das war echt schade. Wir waren traurig, aber Ramy bemühte sich sehr, dass wir jemand neuen bekommen. Und wir bekamen die tollste, respektvollste und freundlichste Trainerin aus Bonn. Ihr Name ist Alexandra, kurz Alex. Und mit der Zeit bekamen wir auf Wunsch von Alex einen zweiten Trainer dazu, den Florian, kurz Flo. Die beiden in einer Kombination sind die entspanntesten Menschen, haben immer ein offenes Ohr für uns Spieler und nehmen auch die Elternfigur für mich ein, wenn ich nicht zuhause bin. Die Zeit verging und nach etwas mehr als einem Jahr hatten wir dann in den Osterferien 2018 für vier Tage 92 Jugendliche und Betreuer aus ganz Deutschland zu Besuch. Das war eine Überraschung und einfach mega! Wir haben gezockt bis unsere Füße Wund waren und viele coole Ausflüge gemacht und 100 Freitickets von den Telekom Baskets Bonn für das Spiel gegen Frankfurt bekommen. Das werde ich nie vergessen. Die besten Osterferien aller Zeiten. Und zum Glück haben wir so viele Freunde, die wir durch das Netzwerk kennengelernt haben in den Sommerferien beim BasKIDball Sommercamp 2018 auf Fehmarn wiedergesehen. Wir haben dort in einer Schule gemeinsam übernachtet, so wie in Bonn, da haben alle in unserer Schule übernachtet, nur wir Bonner haben in unseren gemütlichen Betten geschlafen. Auf Fehmarn mussten wir dann auf Matratzen schlafen, wie alle anderen. Das macht aber das BasKIDball-Feeling aus. Wir haben jeden Tag Basketball gespielt, die Stadt erkundet, sind im Meer geschwommen und haben die Woche miteinander sehr genossen. Wir Bonner waren schon vor der Reise sehr aufgeregt, weil wir dort viele talentierte Spieler wiedersehen würden und wir natürlich unser Bestes geben wollten, um mit ihnen mitzuhalten. BasKIDball ist in der Halle Chillen, aber wir sind auch sehr ehrgeizig und wollen uns verbessern. Ich persönlich muss sagen, dass ich die Idee mit dem Camp sehr cool finde und seit Fehmarn jedes Mal dabei war. Auf Fehmarn trafen wir vor allem auf viele neue Freunde aus den Standorten Frankfurt, Fehmarn und Hannover, aber natürlich haben wir uns mit allen Mitspielern gut verstanden. Irgendwann war die Woche auch leider wieder vorbei. Der Abschied fiel uns schwer. Schade, aber wir versprachen uns gegenseitig in Kontakt zu bleiben, bis das nächste Camp ansteht und wir texten echt regelmäßig. Wir Bonner und auch alle anderen haben uns als Ziel gesteckt, in den acht bis neun Monaten, in denen wir uns bis zum nächsten Camp nicht sehen, unser Spiel zu verbessern und uns immer zu steigern. Mit der Zeit sind wir immer besser geworden und freuten uns auf die nächsten Standorttreffen. Im Frühling dieses Jahres waren wir dann in Leverkusen. Nach so langer Zeit war es sehr schön, viele bekannte Gesichter zu sehen. Das macht BasKIDball auch aus. Wir sind wie eine Familie, auch immer offen für neue Leute.

„Basketball hat mich von den Straßen ferngehalten und mich davon gehindert, draußen Mist zu bauen“

Und was war der Höhepunkt des Jahres? Das Sommercamp dieses Jahr in Nürnberg! In einer Ferienwoche, in der alle Bundesländer gleichzeitig Sommerferien haben, verbringen wir gemeinsam eine Woche zusammen, spielen Basketball und erkunden die Stadt. Ich finde Nürnberg ist eine schöne, lebendige und bunte Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Durch BasKIDball lerne ich viele neue Orte kennen. Das Reisen macht echt Spaß.
Seit zwei dreiviertel Jahren spielen wir nun auf einer fairen, respektvollen und spaßigen Ebene miteinander und ich habe durch diesen Sport viele Freunde gefunden. Das Beste an BasKIDball ist, dass wir spielen können und man jeden Tag von anderen Spielern neue Techniken-Tipps gezeigt und gelehrt bekommt. Basketball ist mit der Zeit zu einem immer größeren Teil, sowohl in meinem Leben, als auch in meiner Freizeit geworden und meine Freunde und ich reden jeden Tag über Basketball. Es nahm einen sehr großen Einfluss in meinem Leben, da auch meine Musikgeschmäcker und meine Interessen sich in die amerikanisch / englische Richtung verändert haben. Basketball hat mich von den Straßen ferngehalten und mich davon gehindert, draußen Mist zu bauen. Als ich diesen Satz vor kurzem Ramy sagte, schaute er mich an und meinte: „Das ist krass!“ Er überlegte kurz und fragte mich, ob ich meine Eindrücke und das was BasKIDball für mich bedeutet, in einem Erlebnisbericht mit anderen teilen möchte. Ich hatte direkt Bock drauf. Um die Geschichte weiter zu erzählen, ich war früher ein Mensch, der draußen Mist baute und für Stress sorgte. Das war mit alten Freunden. Doch Basketball gab mir die Chance, mich als Mensch zu ändern. Ein großer Faktor für meine Veränderung waren die Liebe zum Spiel, die sich durch das Projekt entwickelte, und unsere tollen Trainer Alex und Flo, die wie meine zweiten Eltern sind, da ich ihnen blind vertrauen kann und ihnen immer über meine Sorgen und Probleme berichte und sie mir immer gut helfen. An dieser Stelle Danke Alex und Flo und vor allem auch danke Ramy, weil ihr euch immer für uns einsetzt und uns so viel ermöglicht.

Jetzt habe ich nur noch zwei Ziele: nämlich die Schule zu schaffen und mich in Basketball Tag für Tag zu verbessern! So wie Kevin Yebo werde ich nicht, aber er ist unser Vorbild. Er hat mit 16 bei diesem Projekt angefangen und spielt jetzt mit der „53“ in der 1. Bundesliga. Er motiviert uns alle.

Um alles auf einen Punkt zu bringen: Wenn ich nicht mit Basketball angefangen hätte, hätte ich mich auf den Straßen mit Kiffen, Trinken und Mist bauen beschäftigt. Und wie ihr lesen konntet, gibt es im Leben immer ein Hobby oder ein Ereignis, was euer Leben auf einen guten Weg voranbringt.

Berlin vom 20. bis 23. August

Die Dr. Moroni Stiftung bedankt sich im Namen unserer Teilnehmer herzlich bei unserer Bonner Bundestagsabgeordneten Katja Dörner und ihrem Team, allen voran Holger Koslowski für die erneute Einladung nach Berlin. Die Reise war wieder perfekt organisiert und das Feedback der Berlinfahrer*innen ausschließlich hervorragend.

An dieser Stelle möchten wir keinen langen Bericht über die politischen, kulturellen und geschichtlichen Erlebnisse in den Vordergrund stellen, denn
Bilder sagen mehr als 1000 Worte:

BasKIDball Sommercamp 2019 in Nürnberg

BasKIDball Sommercamp 2019 vom 27.07. bis 03.08.2019

Nach Fehmarn im letzten Sommer und Leverkusen in den Osterferien, ging es in den Sommerferien für unsere Betreuer Alexandra und Flo und unsere Jugendlichen Alan, Moudda, Philipp, Ronnie und Peshgal für eine Woche ins wunderschöne Mittelalterstadt Nürnberg. Dort traf wir unser Standort auf viele bekannte Gesichter aus den anderen 16 BasKIDball-Städten.

Auf Wunsch der BasKIDs stand dieses Jahr ein straffes Sportprogramm auf dem Plan: Skillsworkout, Ligaturnier, Standortturnier, Parcourworkshop und natürlich den täglichen Trainingszeiten in der offenen Turnhalle. Man könnte meinen, dass es abends nur noch müde Augen und Füße gab… Pustekuchen!
Sommercamp bleibt Sommercamp – die Hallenzeit am Abend ist Tradition, egal ob müde Muskeln oder nicht!

Aber auch das Freizeitprogramm kam definitiv nicht zu kurz in der Woche. Beim zeitgleich stattfindenden Nürnberger Bardentreffen groovten sich die BasKIDs zum Beispiel bei ’ner großen Eko Fresh Konzertaktion aufs Camp ein. Nürnberg war definitiv ein perfekter Standort für unser großes Treffen. Mit den vielen Aktionsmöglichkeiten in und um die Stadt – von Nachmittagen beim Bowling, im Trampolinpark, Schwimmbad oder beim Stadtbummel haben sich alle Kids und Betreuer pudelwohl gefühlt.

Deshalb geht ein großes Dankeschön an die Stadt Nürnberg, die Teams des Johannes-Scharrer- und des Hans-Sachs-Gymnasiums für die Unterkunft und die Nutzung der Turnhallen und die ING für die finanzielle Unterstützung!
Es war mal wieder eine wunderbare gemeinsame Zeit mit unvergesslichen Momenten – einfach Qualitytime!